Wohnbebauung Grillparzerstraße

Der Entwurf zeigt das Bild eines solitären Stadthauses inmitten einer ruhigen Hofanlage ergänzt um gut nutzbare umliegende Freiflächen. Die Tiefe und vorgegebene Abstufung des Baukörpers, vor dem Hintergrund einer bestmöglichen Ausnutzung der Geschossflächenzahl, führt zu einer zentralen von oben belichteter Erschließung mit punktuellen Blickbeziehungen in den einzelnen Geschossen
Die Wohnungen werden entsprechend der Potentiale des Grundstücks (Ausblick oder Zugang zu Freiflächen) um diese Erschließung organisiert. Im Erdgeschoss werden größere Familienwohnungen mit Eigengärten, in den beiden darüber liegenden Geschossen kleiner gehaltenen Wohnungen und in den beiden obersten Geschossen wieder deutlich größeren Wohnungen platziert. Um eine typologische Vielfalt zu erreichen werden auch zwei große Maisonetten angeboten, die mit ihrer Zonierung in Wohn- und Schlafgeschoss auch eine beliebte Einfamilienhaussymbolik vermitteln.
Das Fassadenbild des Solitärs wird durch umlaufende Balkone geprägt, welche den in diesem Wohnumfeld notwendigen bestmöglichen Zugang zu privaten Freiflächen.
Die ovale gepflasterte Fläche am Hauseingang ist Angelpunkt der Freiflächen. Sie dient der Adressbildung und bietet, auch wegen ihrer „öffentlichen“ Positionierung an den Zugangswegen und am Übergang zu den Grünflächen, informelle Kommunikationsmöglichkeiten. Die Gestaltung der großen Freiflächen entlang der Häuser am Lindweg interpretiert die spezielle Prägung des Ortes und seine Geschichte. Etwa 60cm breite Streifen aus Betonfertigteilen gliedern diese gesamte Fläche in unterschiedlich tiefe Felder. Diese grundlegende Besetzung der Flächen erinnert an die ursprüngliche Nutzung als Selbstversorgergärten vulgo „Urban Gardening“. Diese Grundkonzeption dient als Klammer für alle nun in diesem Bereich vorstellbaren Nutzungen. In den jeweiligen Feldern sind Kinderspielflächen, Aneignungen für tatsächliche Gärten aber auch unterschiedliche Ruhe- und Aufenthaltszonen möglich.

  • Auslober: PVI Projektentwicklung- und Verwertung GmbH
  • Projektteam: Dominik Troppan, Sara Vidačak, Birgit Schiretz und Eva Hierzer
  • Wettbewerb: geladener Realisierungswettbewerb Jänner 2016
  • Wettbewerbsergebnis: 3. Preis
  • Visualisierung: Atelier Frühwirth

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