Alte Poststraße

Das dreieckige spitze Grundstück an der Alten Poststraße ist ein „Nicht Ort“. Eingegrenzt durch die Schallschutzwand der ÖBB Trasse und einer kaum zu fassenden Einfamilienhausbebauung wird die grüne Wiese ohne jeglichen Baum- oder Strauchbestand nicht einmal bei der Wettbewerbsbegehung als nutzbarer Ort akzeptiert. Man bleibt an den Rändern.
Eine Abfolge von fließenden und gefassten Außenräumen, gebildet von einfachen, variierenden städtebaulichen Figuren, die auch in der Höhenentwicklung deutlich differenziert werden, soll diesen Ort schaffen.
Private und öffentliche Räume mit Übergängen zu den begrenzenden Wegen und Straßen, schaffen vielfältige Bezüge in der Durchwegung, aber auch in der Benutzung. Die Bebauung an der Bahntrasse übernimmt die vorgegebene Richtung, während die Bebauung an der Alten Poststraße Kanten erzeugt, die eine Abfolge von Übergangsräumen entstehen lassen. Diese Räume reagieren einerseits formal städtebaulich auf die gegenüberliegende indifferente Bebauung und bieten andrerseits mit ihren öffentlichen Einrichtungen, Nahversorgung, Cafe, sowie Kindergarten und betreutem Wohnen, Identifikationsmöglichkeiten innerhalb der Siedlung, aber vor allem auch Angebote an die Nachbarschaft. Die Höfe der Wohnanlage wiederum sichern Interaktionsflächen für die Bewohnerschaft.

  • Auslober: SZS Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgesellschaft
  • Projektteam: Sebastian Jenull und Sandra Trantscher
  • Wettbewerb: Mai 2014

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