Sanierung und Erweiterung Hauptbibliothek KFU

Die Zubauten zur Hauptbibliothek der Karl Franzens Universität aus den 1950iger, 1970iger und 1990iger Jahren erfolgten weitgehend ohne Gesamtkonzept und führten damit zur derzeitigen städtebaulich und funktional eher wenig befriedigenden Lösung. Als Ansatz für eine neue schlüssige Gesamtlösung muss daher die ursprüngliche städtebauliche Intention des Universitätscampus herangezogen werden. Das bedeutet, dass das historische Volumen der Hauptbibliothek als Annex in der zentralen Achse des Universitäts-Hauptgebäudes, soweit wie möglich in den Geschossen spürbar gemacht und der Aspekt der Symmetrie zum Ausgangspunkt für die Behandlung der beiden flankierenden ergänzenden Baukörper wird. Folgerichtig wird der Erschließungsanbau aus den 1970iger Jahren abgebrochen und die Zone zwischen Bibliothek und Hauptgebäude wird zu einer großzügigen Erschließungs- und Aufenthaltszone umgestaltet, die gleichwertig den Bibliotheksbereich und den neuen Hörsaalbereich versorgt. Der überwiegende Teil des nördlichen Verwaltungsgebäudes wird erhalten, funktional saniert und aufgestockt.
Der Büchertrakt wird zugunsten einer einheitlichen Gesamtlösung abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Damit kann in der Volumetrie wie in der Ausbildung der Fassaden der symmetrische Aufbau lesbar gemacht werden, der dann auch das Verhältnis zu den benachbarten Universitätsbauten wieder regelt.

  • Auslober: Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
  • Projektteam: Alexander Gebetsroither und Scope Baumanagement ZT GmbH
  • Wettbewerb: offener einstufiger Realisierungswettbewerb September 2015
  • Visualisierung: Atelier Frühwirth

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