Grenzüberschreitendes Dialektinstitut Oberschützen

Der Bauherr des Dialektinstituts, die Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft Oberschützen, ist ein Verein zur Erforschung, Dokumentation und Erhaltung des Hianzischen, einer regionalen Mundart im burgenländisch-ungarisch-steirischen Grenzgebiet. Wichtig für den Verein war die Präsentation seiner Arbeit in einem modernen Kontext, um die Vitalität und Aktualität des Dialekts sowie Abstand von klischeebeladenen Vorstellungen zu signalisieren. Im Bestandsgebäude, einem revitalisierten Bauernhof, sind nun Volkskundemuseum, Ausstellungsflächen und ein Veranstaltungssaal untergebracht. Der Neubau greift die traditionelle regionale Zeilenstruktur auf und schließt an den Bestand an, wobei die Abfolge von Archiv, Bibliothek, Besprechungs- und Studierzimmern das Thema der linearen Aneinanderreihung von Räumen verschiedener Funktion und Offenheit im Bestand aufgreift, ebenso wie ihre unterschiedlichen Raumhöhen, Belichtungen und Außenbeziehungen. Die gesamte Anlage ist von der erhöhten Zufahrt einsehbar und zeigt von hier aus ihre „fünfte Fassade“, eine durch Oberlichten stark gegliederte, lebhafte Dachkontur.

  • ausgezeichnet mit dem Bauherrenpreis 2004
  • ausgezeichnet mit dem Architekturpreis des Landes Burgenland 2004
  • Auftraggeber: Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft Oberschützen
  • Projektteam: Johannes Wohofsky, Irene Nikolaus, Norbert Schindler
  • Wettbewerb: September 2000
  • Planungsbeginn: Juni 2001
  • Baubeginn: März 2002
  • Fertigstellung: März 2004
  • Nutzfläche: 555m²

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