Gut Hornegg

Nach dem Dachstuhlbrand in einem Nebengebäude des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Gutshofes in der Nähe von Graz kam es im Zuge des Wiederaufbaus zur Errichtung von Mietwohnungen. Eine eigenständige, sehr leichte Stützenkonstruktion wurde auf das erhaltene Erdgeschoß des Altbestandes gesetzt und mit Holzfertigelementen überspannt. So konnten stützenfreie Wohnungen geschaffen werden, die nach drei Seiten verglast und dadurch im intensiven Kontakt mit der ländlichen Umgebung sind. Verstärkt wird dieser Effekt durch laternenartige, gläserne Obergeschoße und große Dachterrassen. Die geschlossenen Fassadenteile der Aufbauten sind ebenfalls vorgefertigt und mit Aluminiumtafeln verkleidet und obwohl der neue Baukörper mit den Fluchten des Sockelgeschosses bündig ist, weicht er in Material und Tektonik dennoch völlig vom Bestand ab und schafft eine scharfe Trennlinie zwischen Alt und Neu.

  • Auftraggeber: Dr. Jörg Holler
  • Projektteam: Irene Kristiner, Raimund Kuschnig
  • Planungsbeginn: 1997
  • Baubeginn: September 1997
  • Fertigstellung: Oktober 1998
  • Nutzfläche: 640m²

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