Wohnbau Defreggerstraße

Eine Baulücke in der Innenstadt: Wenig Platz, hohe Preise, gute Lage, schöne Aussicht. In der Nachbarschaft: Niedrige Biedermeierhäuser und prächtige Gründerzeitbebauung. Die Kubatur des Wohnbaus ergibt sich aus den angrenzenden Baukörpern, die Höhenentwicklung und Gebäudetiefe vordefinieren. Abstufungen entstehen dadurch und auch Gemeinschaftsterrassen inmitten der umgebenden Dachlandschaft. Auf einem Sockel sitzt das Erdgeschoß, dessen verglaste Straßenfront den Blick in ein Großraumbüro zulässt. Darüber, auf vier Geschoßen, liegen die Mietwohnungen, denen straßenseitig über die gesamte Länge der Fassade 60 cm tiefe Balkone mit verschieblichen, textilen Screens vogelagert sind. Balkone, die der Fassade Tiefe geben, an die Proportionen des Nachbarhauses anknüpfen, den Brandüberschlag bewältigen, den Innenraum vergrößern, die Einsichtigkeit der Wohnungen verringern, der Wäsche und der Seele Raum geben, so wenig sind, dass sie als Luxus abgetan werden könnten und so viel, dass Wohnen auf engem Raum nicht zur Last wird.

  • Auftraggeber: Schönere Zukunft Steiermark – Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft
  • Projektteam: DI Ida Pirstinger, DI Mary-Ann Vajdic, DI Therese Janeschitz-Kriegl
  • Planungsbeginn: 1996
  • Baubeginn: Juni 1998
  • Fertigstellung: Dezember 1999
  • Nutzfläche: 1660m²

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