GAV GuD Graz Puchstraße

Das geplante Kraftwerk in der Puchstraße stellt ein beachtliches stadträumliches Volumen dar. An dieser Baukörpermasse ist nicht zu rütteln, es kann nur die gestalterische Frage nach der äußeren Hülle gestellt werden. Die symbolhafte Darstellung von Technik ist ebensowenig zielführend wie der Versuch in einer Art Kulisse andere Funktionen und Maßstäbe vorzutäuschen. Das Kraftwerk erhält daher eine neutrale, bedeutungsfreie Hülle, die, mit Ausnahme der Kamine (hier wird das technische Symbol gemildert), die technisch notwendige Kubatur nachzeichnet.
Die Hülle wird in zwei Schichten aufgebaut. Die untere „technische“ Schicht wird von einer mit Distanz angebrachten zweiten Schicht aus grob dimensioniertem Streckmetall überlagert. Die hellgraue untere Schicht bildet mit der metallischen oberen Schicht eine, sich im Laufe der Tageszeit und der Wettereinflüsse, verändernde Fassade.
Die bestehende Distanz zu den öffentlichen Flächen wird für eine landschaftsgestalterische Maßnahme genutzt. Hochwachsende Bäume, darunter auch punktuell bestehende Pappeln säumen die umlaufenden Erschließungswege und schaffen eine natürliche räumliche Abgrenzung des Areals.

  • Auslober: Energie Steiermark AG
  • Projektteam: Markus Kutschach
  • Wettbewerb: Februar 2008

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