Campus Donaufeld Nord

Die Idee des Campus bildet die wesentliche Grundlage für das Entwurfskonzept. Die Campusidee wird in der geschichteten Überlagerung von unterschiedlichen Außenräumen (mit unterschiedlichen Qualitäten und Bedeutungen), den Aufenthalts- und Erschließungsräumen und den eigentlichen Funktionsräumen umgesetzt. Die gewünschte Vernetzung von Kindergarten, Schule und Ganztagsbetreuung zu einer Bildungseinrichtung wird in den Ausschreibungsunterlagen vornehmlich als symmetrische Abfolge beschrieben. Der Entwurf verwirft diese Symmetrie zugunsten einer tatsächlichen räumlichen Verknüpfung der einzelnen Funktionen, ohne deren funktionelle Identität zu verleugnen. Die drei Funktionsgruppen, Kindergarten, Volksschule und Betreuungseinrichtung werden nicht symmetrisch angeordnet sondern der Kindergarten und die Volksschule werden übereinander zu einem einfach strukturierten und damit langfristig flexibel gestaltbaren einfachen Baukörper zusammengefasst. Daran und darunter wird ein U-förmiger Baukörper geschoben, der sämtliche übrigen Funktionen aufnimmt. Mit der Überlagerung der beiden Funktionskörper entsteht der wichtige gemeinsame Eingangshof der Campusanlage mit der entsprechenden einladenden Wirkung in Richtung Donaufelderstrasse und des Vorbereichs. Blickbeziehungen verweisen bereits auf die Freibereiche und den Betreuungsbereich als zentrale Innovation dieser Idee. Der Hof ist weitgehend überdacht und damit auch als Treffpunkt für Kinder und Eltern nutzbar.

  • Auslober: Gesiba Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft
  • Projektteam Wettbewerb: Daniel Bergmayr, Jürgen Pichler
  • Wettbewerb: September 2009
  • Wettbewerbsergebnis: 1. Rang
  • Spatenstich: August 2010
  • Projektteam: Karin Prieler, Norbert Schindler, Daniel Bergmayr, Jürgen Pichler

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