Toleranzbethaus Fresach

Eine Summe aus 720 geschälten Baumstämmen, diese entspricht der Anzahl derer, sie sich 1781 in dieser Gegend als „Akatholiken“ gemeldet und den Bau des Bethauses damit ermöglicht haben, besetzt die mögliche Baufläche und bildet ein gleichzeitig klar definiertes aber doch indifferentes Volumen. Der einzelne Stamm steht auch für das Individuum und die Gesamtheit für Qualität der Gemeinschaft. In dieser „Versammlung“ steht dann das klar geschnittene Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude entsprechend dem Raumprogramm mit einem hohen Grad an flexibler Nutzungsmöglichkeit. Ein guter Teil steckt im Gelände, nur wenige Öffnungen ermöglichen Blickbeziehungen und einzig das verglaste Foyer verweist auf eine Öffentlichkeit. Die Ausstellungsräume selbst sind ausschließlich von oben belichtet. Innenliegende Lamellen streuen das Tageslicht, eine außenliegende Beschattung dient als Verdunkelung und gleichzeitig als Abschottung gegen Überhitzung. Die Räume sind in der Vorstellung sehr neutral und können Ausstellungskonzepte aufnehmen.
Auszug aus dem Juryprotokoll

  • Auslober: Evangelisches Diözesanmuseum GmbH
  • Projektteam: Daniel Bergmayer, Jürgen Pichler, Stefan Schmoll
  • Wettbewerb: Juli 2009
  • Wettbewerbsergebnis: 3. Rang

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